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2010-08-24 1x schlecht + 2x gut = mittelmäßig?? |
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Dienstag, den 24. August 2010 um 15:35 Uhr |
Als ein Novum in der Bundesligageschichte bestritten wir letztes Wochenende das Albstadt Etappenrennen, wobei die Gesamtwertung in die Bundesligawertung eingehen sollte. Um dem ganzen ein wenig internationales Flair zu verleihen wurden vom Veranstalter zusätzlich zu den Bundesligateams noch die norwegische Nationalmannschaft sowie ein holländlisches und ein britisches Team eingeladen, sodass rund 70 Frauen die drei Etappen in Angriff nahmen.
Los ging es Freitag Abend mit einem kurzen Rundstreckenrennen über 20km. Wobei allerdings der Kurs das Wort Rundstrecke gar nicht verdiente, es hätte eher Eckstreckenrennen heißen müssen. Nachdem ich mich mit meinen drei Bike-Aid-Teamkolleginnen gut warmgefahren hatte, schwante mir bereits bei der Besichtigung des Kurses Böses. Wenn ich mich nicht verzählt habe mussten wir auf der 1,4km langen Runde 10 Kurven sowie 2 Bahngleise durch- bzw. überfahren, dazu kamen sehr schlechte Straßen und die Aussicht bei zwei Kurven in einen Bach oder ein Brennesselfeld landen zu können. Von der Beschaffenheit also eher was für die Techniker und "heißen Feger", also typisch für Crosser. Das dachte sich wohl auch Hanka Kupfernagel denn sie attackierte direkt von der Startlinie weg und ehe ich mich versah war ich gleich sehr weit hinten im Feld. Mit dem Kurs und dem hohen Tempo zu Beginn kam ich einfach gar nicht zurecht. Da ich nicht den Anschluss verlieren wollte, überriss ich auf den ersten zwei Runden total und musste dann das Feld ziehen lassen. Ich fuhr dann in einer Gruppe weiter, und nach 10 Runden wurden wir rausgenommen da von hinten bereits in einer Affengeschwindigkeit die Spitze anrauschte. Aus meinem Team schlug Desiree sich wacker und kam in der zweiten Gruppe ins Ziel. Ich hatte eigentlich schon alle Chancen auf eine gute Platzierung in der Gesamtwertung eingebüßt, da ich 4:11min Rückstand aufgebrummt bekam. Auch wenn ich mit meiner Leistung nicht zufrieden war, war ich dennoch auch ziemlich sauer auf den Veranstalter. Eine solche Streckenführung muss meineserachtens nicht wirklich sein, da war das kurze Zeitfahren wie wir es vergangenes Jahr in Albstadt hatten ein besserer Prolog.
Samstag Nachmittag stand dann die Königsetappe auf dem Programm. 8 Runden hatten wir auf einer Runde um Albstadt-Pfeffingen zurückzulegen, also musste der rund 2km lange Anstieg 8 mal bewältigt werden. Ich war sehr motiviert, heute eine bessere Leistung als gestern zu zeigen. In der zweiten Runde wurde durch eine Tempoverschärfung am Berg das Hauptfeld (heute starteten Frauen und Juniorinnen gemeinsam, also etwa 90 Fahrerinnen) auf rund 40 Fahrerinnen dezimiert. Desiree und ich konnten uns gut vorne im Hauptfeld halten. Bei einer Bergwertung konnten sich zwei Fahrerinnen vom Feld absetzen, wobei die eine Fahrerin, Anna Fischer von Nutrixxion, ihren Vorsprung bis kurz vor Schluss verteidigte. In der vorletzten Runde gab es eine deutliche Tempoverschärfung am Berg. Es konnten sich drei Fahrerinnen vom Feld lösen, wobei sich das Feld inzwischen halbiert hatte. Auf dem welligen Stück half ich mit, Tempo zu machen um einen möglichst großen Vorsprung vor der nächsten Gruppe herauszuholen. Mit etwa 15 Fahrerinnen in der Gruppe gingen wir in die letzte Runde. Am Berg hieß es noch ein letztes Mal auf die Zähne beissen, und dann ging es auch schon dem Ziel entgegen. Im Sprint ging es bei uns um Platz 5. In der Abfahrt war ich noch sehr gut positioniert, doch ca. 500m vor dem Ziel drängte mich eine Fahrerin Richtung Randstein sodass ich bremsen musste und meine gute Position verlor. In der Tageswertung kam ich auf Platz 12 und verbesserte mich in der Gesamtwertung auf Rang 26. Mit dem Rennen heute war ich sehr zufrieden.
Zum Abschluss mussten wir am Sonntag 32 Runden auf der 2,4km langen, leicht welligen Runde durch Tailfingen zurücklegen. Diese kannte ich wie die Bergrunde noch vom letzten Jahr, doch man meinte es auch hier besonders gut mit uns und baute auf dem ohnehin bereits eckigen Kurs noch ein weiteres Eck mit ein, sodass es nun 8 statt wie letztes Jahr 6 Kurven auf dem Kurs gab. Grund war, dass man bei diesem Eck zunächst hundert Meter berghoch fuhr, was als Bergwertung deklariert wurde. Anschließend ging es nach zwei engen Kurven auf einer extrem schlechten Straße wieder hundert Meter hinab. Dann folgte das einzige längere gerade Stück (und es war sogar flach!). Zum Ziel hin stieg die Straße leicht an, was einem das Leben auch nicht gerade leichter machte. Das Rennen bot eine spannende Ausgangskonstellation, da die Einzelstarterin Hanka Kupfernagel mit gerade einmal 2 Sekunden vor Steffi Pohl von Noris Cycling in der Gesamtwertung führte. Nach der ersten Sprintwertung rückte Pohl bis auf eine Sekunde an sie heran. Danach setzte sich eine vierköpfige Spitzengruppe vom Feld ab, sodass es im Feld keine Zeitgutschriften in den Zwischensprints zu holen gab. In der ersten zehn Runden tat ich mir eher schwer ins Rennen zu finden, doch es wurde immer besser. Als zwischenzeitlich Elke Gebhart (Noris) im virtuellen gelben Trikot fuhr, musste Hanka Kupfernagel persönlich Gas geben. Sie legte die nächsten fünf Runden alleine an der Spitze ein höllisches Tempo vor, sodass einige Fahrerinnen im Hauptfeld Probleme bekamen und immer wieder Löcher entstanden. Ich konnte mich in dieser Phase und eigentlich dann bis zum Ende des Rennens meist gut unter den ersten 20 halten. In der letzten Runde zog ich mich dann etwas zurück da es wie immer Fahrerinnen gab die auf Teufel komm raus um die Positionen kämpften. Ich wurde dann 21. der Etappe und eben 26. in der Gesamtwertung. Mit diesem Resultat bin ich nun 15. in der Bundesligagesamtwertung.
Mit den beiden Etappen Samstag und Sonntag bin ich von meiner Fahrweise her recht zufrieden. Schade, dass mir die Etappe am Freitag die Gesamtwertung so verdorben hat, mit lediglich 2min Rückstand am Freitag wäre ich unter die ersten 15 in der Gesamtwertung gekommen.
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. August 2010 um 10:03 Uhr |