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2011-04-10 Cadolzburg - Entscheidung am Burgberg Drucken E-Mail
Sonntag, den 10. April 2011 um 23:00 Uhr
GedrĂ€nge am BurgbergSchlag auf Schlag geht es weiter, nun stand schon am zweiten Aprilwochenende das zweite Bundesligarennen auf dem Kalender. Auch diese Woche musste ich die bayrischen Landesgrenzen nicht verlassen, aber es ging nach Norden, Cadolzburg in der NĂ€he von FĂŒrth lautete der Zielort unserer Reise.

Wie vergangenes Wochenende standen rund 50 Frauen und 20 Juniorinnen bei strahlendem Sonnenschein am Start. Von der Besetzung her allerdings etwas hochkarĂ€tiger, da mit drei Nutrixxion-Fahrerinnen und zwei Kuota Speed Kueens auch fĂŒnf Profifahrerinnen am Start standen, zudem wieder die beiden Schweizer Teams.

Der Rennkurs in Cadolzburg ist nicht so anspruchsvoll wie der in Schweinlang, die Straßen sind ĂŒberwiegend breit und das Terrain nur leicht wellig. WĂ€re da nicht der Burgberg... dieser muss vor dem Ziel bezwungen werden. Mit einer scharfen Kurve biegt man in eine schmale Gasse mit 16% Steigung ein, 200m, dann wenige Meter flach, dann geht es auf Kopfsteinpflaster weiter Bergauf zum Ziel, durch einen engen Torbogen und schließlich noch einige ansteigende Meter weiter, bis die Strecke einen leicht abfallend zur nĂ€chsten Ortschaft weiterfĂŒhrt. Anhand dieser Beschreibung des Zielbergs kann man es sich vermutlich schon denken: wer zu weit hinten unten in den Berg hineinfĂ€hrt, kommt nie wieder nach vorne. Damit sollte der Vorsatz aller Fahrerinnen klar sein: vor dem Berg vorne sein...

Um 10.34 Uhr wurden wir auf die Strecke geschickt. Die erste Runde, es gab es keine spektakulĂ€ren Aktionen, lediglich einen Kampf um die vorderen PlĂ€tze. Nach der ersten Zieldurchfahrt hatte sich das Feld zunĂ€chst in zwei große HĂ€lften geteilt (ich war in der vorderen), doch es wurde nicht genug Tempo gemacht und so lief alles wieder zusammen. In dieser Runde war der Kampf um die PlĂ€tze noch hektischer, ich musste zweimal eine Vollbremsung hinlegen um meiner Vorderfrau nicht aufzufahren und kam so etwas ins Hintertreffen. Obwohl ich alles versuchte schaffte ich es bis zur Einfahrt in den Berg nicht weit genug nach vorne, und im unteren Teil des Berges ist ein Überholen von langsameren Fahrerinnen so gut wie unmöglich, auch wenn die Beine heute gewollt und gekonnt hĂ€tten. So musste ich tatenlos zusehen wie sich vorne eine ca zehnköpfige Spitzengruppe löste. ZunĂ€chst dachte ich noch, wir kĂ€men wieder hin aber bei der Gruppe lief es leider deutlich besser als in unserer großen Gruppe uns so entschwanden sie unserem Blick...

In den folgenden Runden machte ich es jeweils sehr viel besser und konnte den Berg ziemlich weit vorne anfahren und kam dann oben auch immer unter den ersten fĂŒnf wieder raus. Eingangs der letzten Runde hatten wir oben eine Gruppe von ca 15 Fahrerinnen, meine beiden Bike-Aid Teamkolleginnen Desiree und Sabine und ich waren auch dabei. Wir machten gleich Tempo aber einige andere Fahrerinnen zogen nicht mit und so konnte der Rest von hinten wieder ranfahren. Vor dem Berg entbrannte wieder ein Kampf um die PlĂ€tze, aber diesmal konnte ich mich gut vorne behaupten. Dann ging plötzlich eine Attacke... Sabine versuchte es! Ich drĂŒckte ihr die Daumen und sie kam auch ein StĂŒck weg, aber dann wurde doch hinterhergefahren. Ich konnte in guter Position in den Berg hineinfahren und noch ein paar Fahrerinnen ĂŒberholen. Als vierte in unserer Gruppe fuhr ich durchs Ziel, womit ich insgesamt 14. wurde. Desiree wurde 11.

Es war ein wenig Àrgerlich, dass wir niemand in der Spitzengruppe dabei hatten. Mit meiner Leistung und meiner Form war ich aber im Vergleich zu letzter Woche schon recht zufrieden. In der Bundesliga-Gesamtwertung bin ich nun auf dem 13. Platz und Desiree ist weiterhin 4.

NĂ€chsten Sonntag steht das Heimrennen fĂŒr unser Team im saarlĂ€ndischen Überherrn an.




Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 12. Mai 2011 um 00:15 Uhr